
Vielleicht...
...brauchen wir weniger Networking und mehr echte Begegnungen.
Warum ich mit HIER Räume schaffen möchte, in denen wir uns nicht nur kennenlernen, sondern wirklich begegnen?
Ich glaube, wir haben ein kleines Problem mit dem Wort „Netzwerken“.
Sobald es fällt, sehe ich vor meinem inneren Auge Menschen mit Namensschild, einem Glas Sekt in der Hand und diesem leicht panischen Blick von:
„Und mit wem soll ich jetzt bitte reden?“
Dann werden Visitenkarten ausgetauscht, Instagram-Accounts gesucht und Sätze gesagt wie: „Da müssen wir unbedingt mal was zusammen machen.“ und so ganz nebenbei versuchen wir am Besten noch uns selbst, unser Produkt oder unsere Dienstleistung zu verkaufen. Denn schließlich geht es doch genau darum, oder nicht?
In den seltensten Fällen passiert aus diesen Treffen etwas Großartiges. Meistens ist es doch so:
Man geht nach Hause, hat mit zehn Menschen gesprochen und sich trotzdem mit niemandem wirklich verbunden gefühlt.
Und genau hier möchte ich ansetzen, denn ich selbst fühle mich auf solchen Veranstaltungen oft völlig fehl am Platz. Ich gehe auf diese Netzwerkabende mit großen Erwartungen, einer gewissen Aufregung und diesem Funken Hoffnung, den Menschen zu begegnen, die uns wachsen lassen (nicht nur im Business, sondern auch persönlich) und fühle mich am Ende doch wieder "verloren".
Ich möchte Räume schaffen, in denen wir nicht netzwerken müssen.
Sondern uns begegnen dürfen. Das "Netzwerken" entsteht von ganz allein.
Als ich angefangen habe, HIER zu entwickeln, war für mich schnell klar: Ich möchte nicht einfach einen weiteren Ort schaffen, an dem Selbstständige zusammenkommen. Davon gibt es bereits genug.
Ich möchte einen Raum schaffen, in dem Menschen ankommen können.
Mit ihren Ideen.
Mit ihren Fragen.
Mit ihren Zweifeln.
Mit dem, was gerade gut läuft.
Und genauso mit dem, was gerade überhaupt nicht läuft.
Denn Selbstständigkeit sieht auf Instagram erstaunlich oft nach Cappuccino, MacBook und Sonnenuntergang aus.
In Wirklichkeit sitzen wir manchmal um 22:47 Uhr auf dem Sofa und googeln zum dritten Mal, ob wir eigentlich alles falsch machen. Auch das gehört dazu. Und genau darüber möchte ich sprechen.
Verbindung entsteht nicht durch Visitenkarten.
Sie entsteht, wenn wir anfangen, wirklich zuzuhören.
Wenn wir nicht nur fragen: „Was machst du?“, sondern auch mal:
„Warum machst du das eigentlich?“
Wenn wir nicht nur erzählen, was gerade gut läuft, sondern uns auch trauen zu sagen:
„Ich weiß gerade nicht weiter.“
Wenn wir nicht sofort überlegen, welchen Nutzen uns eine Begegnung bringen könnte, sondern einfach neugierig auf den Menschen gegenüber sind. Ich glaube, dass genau dort etwas entsteht.
Vertrauen. Inspiration. Mut. Vielleicht sogar eine Freundschaft oder eine Zusammenarbeit, mit der vorher niemand gerechnet hat.
Aber vor allem dieses Gefühl:
Ich bin damit nicht allein.
HIER verbindet ist deshalb mehr als ein Netzwerkabend.
Es ist ein Teil von dem, was ich mit HIER schaffen möchte.
Einen Ort für Menschen, die etwas bewegen wollen.
Für Unternehmerinnen und Unternehmer, für Kreative, Macherinnen, Visionäre, Zweifler und alle, die irgendwo zwischen „Ich hab da eine Idee!“ und „Was mache ich hier eigentlich?“ unterwegs sind.
Wir wollen uns kennenlernen, voneinander lernen, uns gegenseitig ermutigen. Genau dabei dürfen wir auch einfach mal einen Abend lang Mensch sein und nicht ständig die eigene Marke optimieren. Denn genau das ist es, das uns am Ende wirklich hilft sichtbarer zu werden. Wenn wir uns zeigen wie wir wirklich sind und wer wir wirklich sind. Wenn wir mutig genug sind genauer hinzusehen.
Aus diesem Impuls heraus ist das Thema unseres nächsten Netzwerkabends entstanden.
Am 21. September geht HIER verbindet in die nächste Runde. Diesmal dreht sich vieles um ein Thema, das uns wahrscheinlich mehr beschäftigt, als wir manchmal zugeben:
Selbstvertrauen.
Wie selbstbewusst trete ich eigentlich auf? Wie zeige ich mich nach außen? Wie sehr glaube ich selbst an das, was ich tue? Und warum fällt es uns manchmal leichter, anderen Mut zu machen, als ihn uns selbst zuzusprechen?
Doch Selbstvertrauen beginnt nicht bei der Außenwirkung
Genau deshalb freue ich mich besonders auf den Impuls von Janina Hirsch bei unserem nächsten HIER-verbindet-Abend. Selbstvertrauen ist für mich viel mehr als die Fähigkeit, selbstbewusst einen Raum zu betreten oder vor anderen zu sprechen. Es geht um die Beziehung, die wir zu uns selbst haben.
Darum, wie wir über uns denken. Wie wir uns sehen. Wie wir mit unseren eigenen Zweifeln umgehen und darum, ob wir uns selbst eigentlich erlauben, sichtbar zu sein. Gerade im Business begegnet uns dieses Thema ständig.
Wir zeigen unsere Arbeit. Wir sprechen über unsere Angebote. Wir stehen vor der Kamera. Wir schreiben über das, was wir können. Wir gehen auf Menschen zu und erzählen ihnen von unserer Idee. Und trotzdem gibt es da manchmal diese kleine Stimme im Kopf, die flüstert:
Bin ich wirklich gut genug?
Was denken die anderen?
Wer bin ich denn, dass ich das machen darf?
Was, wenn ich mich zeige und niemand reagiert?
Ich kenne diese Stimme ziemlich gut und ich glaube, da bin ich nicht die Einzige. Deshalb geht es bei Janinas Impuls nicht darum, am Ende des Abends plötzlich mit einer Portion künstlich aufgesetztem Selbstbewusstsein nach Hause zu gehen. Es geht vielmehr darum, sich selbst ein Stück näherzukommen.
Zu verstehen, woher unsere Unsicherheiten kommen. Zu erkennen, wie sehr unsere innere Haltung beeinflusst, wie wir nach außen auftreten. Und vielleicht auch einmal zu hinterfragen, warum wir von uns selbst oft etwas verlangen, das wir einem anderen Menschen niemals abverlangen würden.
Denn wie sollen wir uns wirklich zeigen, wenn wir uns selbst ständig zurückhalten? Wie sollen andere unsere Stärke erkennen, wenn wir sie selbst kleinreden? Wie wollen wir Menschen mit unserer Arbeit erreichen, wenn wir uns gleichzeitig dafür entschuldigen, dass wir überhaupt da sind?
Vielleicht beginnt echte Sichtbarkeit deshalb gar nicht bei einem perfekten Foto, einem cleveren Instagram-Auftritt oder einer noch schöneren Website. Vielleicht beginnt sie bei uns. Bei dem Moment, in dem wir sagen:
Das bin ich.
Das kann ich.
Das ist mir wichtig.
Und ich muss mich dafür nicht kleiner machen.
Genau diesen Raum möchte ich mit HIER schaffen.
Einen Raum, in dem wir nicht lernen, jemand anderes zu werden, sondern mutiger darin werden, wir selbst zu sein.
Vielleicht ist genau das gerade das, was du brauchst.
Vielleicht bist du schon seit Jahren selbstständig, hast gerade erst angefangen, hast tausend Ideen und keine Ahnung, welche davon zuerst dran ist. Vielleicht gerade alles großartig. Oder du bist gerade an einem Punkt, an dem du dich fragst, ob du eigentlich noch auf dem richtigen Weg bist.
Du musst nichts mitbringen. Außer dich selbst. Keine perfekte Website. Keinen fertigen Pitch. Keine fünf Jahre Businessplan....
Nur ein bisschen Offenheit und Lust auf echte Begegnungen. Denn ich bin überzeugt:
Wir müssen nicht immer größer, schneller und erfolgreicher werden.
Manchmal brauchen wir einfach Menschen, bei denen wir kurz stehen bleiben können. Und vielleicht entsteht genau daraus die nächste Idee, die nächste Zusammenarbeit oder der nächste mutige Schritt. Vielleicht aber auch einfach nur ein richtig guter Abend.
Beides ist vollkommen okay.
HIER verbindet
21. September 2026 | 19–21 Uhr
Ein Abend für Begegnung, Austausch, Inspiration und ein bisschen mehr Mut, sich selbst zu zeigen.
Wenn du dabei sein möchtest, melde dich gerne an.
Denn vielleicht sitzt du am 21. September genau neben dem Menschen, von dem du heute noch gar nicht weißt, dass du ihn kennenlernen solltest.
Ich freue mich auf dich.
Olivia
